Blasentumore
Das Harnblasenkarzinom steht mit ca. 11.000 neu diagnostizierten Fällen bei Männern an 4. Stelle der Krebshäufigkeit in Deutschland. Bei Frauen werden ca. 4.500 Fälle pro Jahr neu entdeckt (8. Stelle).
Bei den Risikofaktoren für die Entstehung eines Harnblasenkarzinoms steht das Rauchen an erster Stelle (bis zu 6 fach erhöhtes Risiko). Aromatische Amine, wie sie in der Farbindustrie verwendet werden, erhöhen ebenfalls das Risiko für die Entstehung eines Blasentumors (Berufskrankheit).
Das typische Symptom ist ein blutig verfärbter Urin, ohne das Schmerzen oder Beschwerden beim Wasserlassen verzeichnet werden.
Eine solche Situation muss immer weiter abgeklärt werden. An diagnostischen Möglichkeiten existieren die Urinuntersuchung (eventuell unter Verwendung sogenannte Blasentumor-Marker), die Ultraschalluntersuchung bei mäßig gefüllter Blase und - als sicherste Maßnahme - die Blasenspiegelung, die heute auch mit dünnen, biegsamen Instrumenten durchgeführt werden kann. Wird so ein Blasentumor diagnostiziert, erfolgt, zur Diagnosesicherung und zur Stadienfestlegung, die endoskopische Abtragung des Tumors über die Harnröhre mit anschließend histologischer Untersuchung des Operationspräparates. Grundsätzlich muss zwischen "oberflächlichen" (nicht muskelinvasiven) und Muskel-infiltrierenden Tumoren unterschieden werden. So reicht das Spektrum der Therapie von regelmäßigen Kontrollen über eine sog. Nachresektion, Spülungen der Blase mit bestimmten Substanzen über einen Katheter bis hin zur Entfernung der Blase bei fortgeschritteneren Tumoren oder auch einer Strahlentherapie.
Die korrekte Therapie und deren Ablauf muss individuell nach Vorliegen aller Befunde besprochen werden.